„Passengers“ – Inhaltsangabe

Wir schreiben das Jahr 2350. Das Raumschiff Avalon fliegt durch das All. Sein Bestimmungsort ist der Planet Homestead II. An Bord befinden sich fünftausend Seelen in einem hundertzwanzig Jahre dauernden Kälteschlaf. Ihre Aufgabe ist es den neuen Planeten zu kolonialisieren. Als der Autopilot das Raumschiff durch ein Asteroidenfeld navigiert gibt es plötzlich eine schwere Erschütterung, die nicht ohne Folgen bleibt.

Eine der Schlafkammern öffnet sich und der Passagier Jim Preston wacht, begleitet von einer beruhigenden Frauenstimme, aus dem Kälteschlaf auf. Die Stimme heißt ihn herzlich auf der Avalon willkommen und erläutert ihm die nächsten Schritte. Noch sichtlich benommen begibt sich Jim in sein Quartier, um die Nachwirkungen des Kälteschlafs hinter sich zu lassen. Als er am nächsten Morgen aufgeregt und hoch motiviert sein Quartier verlässt, bemerkt er schnell, dass etwas nicht stimmen kann. Nachdem er vollkommen alleine bei der täglichen Weiterbildung sitzt, bekommt er es endgültig mit der Angst zu tun. Er läuft kreuz und quer durch das Schiff, nur um die schreckliche Sicherheit darüber zu erlangen, dass er die einzige Person ist, die aufgewacht ist – neunzig Jahre zu früh. Für einen kurzen Moment flammt ein Hoffnungsschimmer in Jim auf, als er den Barkeeper Arthur entdeckt. Doch die Erleichterung hält nicht lange an, da sich herausstellt, dass Arthur nur ein Androide ist. Trotzdem erkennt Jim sehr schnell, dass in völliger Einsamkeit und Isolation ein Androide besser ist als nichts. So wird Arthur schnell zu Jims Ansprechpartner für alle Lebenslagen. Zunächst versucht der, dank seiner Ausbildung zum Maschinenbauingenieur, handwerklich versierte Jim seine Schlafkammer zu reparieren, um sich selbst wieder in den Kälteschlaf versetzen zu können. Nach mehreren Fehlschlägen muss er allerdings einsehen, dass es keinen Weg zurück in den Kälteschlaf gibt. Als auch noch der Plan wenigstens die Crew aus ihrem Kälteschlaf aufzuwecken, wegen einer unüberwindlichen Tür, misslingt, fällt Jim in ein tiefes Loch der Depression. Wochenlang vegetiert er nur mehr vor sich hin, die täglichen Besuche bei Arthur sind das Einzige was ihn aus dem Bett kommen lässt. Arthur ist es auch, der mit einem weisen Ratschlag, der sich eher nach einer abgedroschenen Floskel anhört, Jim aus seiner Lethargie befreit. Denn das Raumschiff verfügt über jeglichen Komfort, den man sich nur vorstellen kann und so könnte man ja einfach das beste aus seiner Situation machen. So beginnt Jim das Schiff zu erkunden. Er zieht von seiner kleinen Schlafkoje in die größte Suite, spielt Basketball in der Sporthalle, sieht sich die vorhandenen Filme im Kino an und repariert kleine Macken, welche gelegentlich bei den ihn umgebenden Arbeitsrobotern auftreten. Außerdem streift er gelegentlich durch die Schlafkammern der anderen Passagiere. Dabei fällt ihm eine Frau namens Aurora auf. Ohne groß darüber nachzudenken fängt Jim an sich die virtuelle Akte von Aurora anzusehen. Sie ist eine Journalistin aus New York, die hofft, dass sie, dank der Reise mit der Avalon, die Geschichte ihres Lebens zu erzählen hat. Je mehr Jim über Aurora erfährt desto faszinierter ist er. Seine Zuneigung zu ihr geht schließlich so weit, dass er sich die unvermeidliche Frage zu stellen beginnt – soll er sie aufwecken. Zunächst verwirft er den Gedanken schnell wieder. Zu grausam wäre es, einem Menschen solch ein Schicksal absichtlich aufzubürden, denn eines steht fest, wer auch immer jetzt aufwachen würde, er würde die Ankunft der Avalon auf Homestead II nicht erleben. Aber die Tage verrinnen im ewig gleichen Trott und als Jim bereits ein Jahr in dieser vollkommenen Einsamkeit überstanden hat und sich die Angst vor den noch kommenden Jahren tief in seine Seele frisst, trifft er eine folgenschwere Entscheidung. Er manipuliert Auroras Schlafkammer so, dass auch sie aufwacht. Da er die Tat sofort bereut, verschwindet Jim in seine Suite bevor die erwachende Aurora ihn wahrnehmen kann. Am nächsten Morgen wacht Aurora, genauso wie Jim ein Jahr zuvor, in ihrem Bett auf und realisiert sofort, dass etwas nicht stimmen kann. Als sie darauf panisch durch das Schiff läuft, trifft sie unverhofft auf Jim. Dieser erklärt ihr was vorgefallen ist, lässt allerdings in seiner Erzählung das Detail, dass er sie absichtlich aufgeweckt hat weg. Jim bittet Arthur Aurora nicht zu verraten, dass er dafür verantwortlich ist, dass sie aufgewacht ist, da er es ihr gern selber sagen möchte. Aurora geht es zu Anfang genau wie Jim, sie versucht verzweifelt einen Ausweg aus der Situation zu suchen. Jims Ermahnungen, dass es vergebene Mühen sind, da er schon alles Erdenkliche versucht hätte, treffen zunächst auf taube Ohren. Doch irgendwann ergibt sich auch Aurora ihrem Schicksal und fängt an die Gesellschaft von Jim immer mehr zu schätzen. Die beiden kommen sich immer näher und werden, wie könnte es anders sein, ein Paar. Eines Tages, bei einem ihrer vielen Cocktails an der Bar, passiert das Unvermeidliche. Aufgrund eines betrüblichen Missverständnisses erzählt Arthur Aurora, dass Jim sie damals aufgeweckt hat. Währenddessen ist Jim auf der Toilette und bereitet sich darauf vor Aurora, mit Hilfe eines selbst gebastelten Rings, einen Antrag zu machen. Als er aus der Toilette kommt, erkennt er sofort, dass etwas nicht stimmt. Nach einem heftigen Streit, zieht Aurora wieder in ihre eigentliche Koje und geht Jim von nun an aus dem Weg. Dieser versucht zwar auf den unterschiedlichsten Wegen sich zu erklären und zu entschuldigen aber Auroras Zorn und Gram gehen zu tief, als dass sie Jim so einfach verzeihen könnte. Somit herrscht Funkstille bis eines Tages plötzlich das Crewmitglied Gus auf dem Hauptdeck steht. Auch seine Schlafkammer hatte eine Fehlfunktion. Eine Tatsache die eigentlich nicht möglich sein dürfte, wie Gus gegenüber Jim und Aurora betont, als er feststellen muss, dass auch ihre Kammern eine Fehlfunktion hatten. Sofort begibt sich Gus auf Fehlersuche, wodurch auch Jim und Aurora endlich Zugang zur Brücke erhalten. Gus stellt mit Hilfe des Computers fest, dass die Störungen anfingen als das Schiff vor zwei Jahren durch ein Asteroidenfeld geflogen ist. Da allerdings auch das Computersystem in Mitleidenschaft gezogen wurde, müssen sich Gus, Jim und Aurora selbst auf die Suche nach dem Ursprung der Fehlfunktionen machen. Schnell wird allerdings klar, dass mit Gus Gesundheit etwas nicht stimmt. Seine Schlafkammer hatte ein Gasleck, durch das giftiges Gas in die Kammer geleitet wurde während sich Gus im Kälteschlaf befand. Nach kurzer Zeit stirbt Gus an den Folgen der Gasvergiftung und Jim und Aurora sehen sich der schweren Aufgabe gegenüber alleine nach der Quelle der Störungen weiter zu suchen. Schließlich entdecken sie, dass ein kleiner Meteorit in den Maschinenraum eingeschlagen hat. Nur durch das Öffnen einer Luke von außen, durch die der Druck in der Reaktorkammer abgelassen werden kann, können das Schiff und die übrigen Passagiere gerettet werden. Und so beschließt Jim das Wagnis einzugehen, nur mit einer Stahltür als Hitzeschild bewaffnet, um die übrigen Passagiere und Aurora zu retten. Es gelingt ihm die Luke lange genug zu öffnen, sodass sich das Schiff wieder stabilisieren kann, allerdings wird er durch die Hitze von der Führungsleine, die ihn mit dem Schiff verband, getrennt und droht ins All davon zu driften. Aurora schafft es jedoch ihn wieder in das Schiff zu holen und dank eines Medipods zu reanimieren und sie fallen sich überglücklich in die Arme. Nach einiger Zeit entdeckt Jim, dass man den Medipod zu einer Schlafkammer umfunktionieren könnte und bietet Aurora an sie wieder in den Kälteschlaf zu versetzten. In der letzten Szene sehen wir, wie die Crew und sämtliche Passagiere erwachen und auf dem Hauptdeck eine blühende Wildnis entdecken, in der gerade Roboter Gemüse ernten. Im Hintergrund hört man Auroras Stimme, die ihre gemeinsamen Jahre mit Jim in ihrem Logbuch für die Nachwelt festgehalten hat.

  • Titel: Passengers
  • Originaltitel: Passengers
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Laufzeit: 116 Minuten
  • Produktionsstudio: Columbia Pictures
  • Regie: Morten Tyldum
  • Darsteller: Jennifer Lawrence; Chris Pratt; Michael Sheen; Laurence Fishburne…
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